Die lieben Kollegen (Reisepresseschau Nr. 3)

Die Ausbeute beim Blick durch die Reiseblätter der vergangenen Woche ist mau. Die Hauptreisezeit in naturnahe Gefilde ist vorbei. Nun übernehmen Fernreiseziele und Ausflugstipps wieder das Regiment. Einen sehr schönen Trip schlägt Anja Sokolow für alle Berliner vor: Über Schwedt geht’s in einen besonderen Park im Unteren Odertal.

 

 

 

 

Tal der Liebe vor den Toren Berlins

Über die dpa verbreitet die freie Journalistin Anja Sokolow einen wunderbaren Ausflugstipp, der sich zum Beispiel in der Märkischen Allgemeinen wiederfindet: Zaton Dolna am polnischen Ufer der Oder, nur wenige Kilometer von Schwedt gelegen. Hier eröffnet am 1. Oktober ein revitalisierter Landschaftspark, der einst als Tal der Liebe von Berliner Ausflüglern viel besucht wurde. Allein die Schilderung der Lage, in den Berghängen des Odertals mit wild wuchernden Wäldern und verschlungenen Parkwegen machen auf die Wiederauferstehung neugierig.

 

 

Eine Mücke macht noch keinen Sommer

Helge Sobik schreibt  in der Welt das Fronttagebuch eines Schwedenurlaubs im Ferienhaus am See – der Urlauber gerät in den Kessel der vor Ort kasernierten Mückenregimenter.  Amüsant auch die Zusätze im Leserforum über den weiteren Verlauf der Kampflinie in Mittelschweden.

 

 

Hände weg von Sonnenuntergängen

Auf Sueddeutsche.de wird der Fotograf Michel Martin zum Thema „Urlaubsfotos zeigen“ befragt. Er hat einige sinnvolle und nachvollziehbare Grundregeln für einen gelungenen Dia-Abend zusammengestellt. Für eine Stunde Vortrag etwa 200 Bilder verwenden, keine doppelten Motive, musikalische Untermalung gerne – aber keine afrikanischen Buschtrommeln. Einwohnerzahlen und Wikipedia-Wissen sind langweilig — das persönliche Reiseerlebnis zählt. Aufhören – wenn’s am Spannendsten ist und zwar mit einem eindeutigen Schlussmotiv – aber bitte keine Sonnenuntergänge, viel zu abgedroschen, wie der Ratgeber meint.

 

 

Deutsche Flüsse außen vor – die sieben Top-Waterways der Welt

Caroline Hendrie stellt in einem Beitrag für die britische Daily Mail die sieben atemberaubendsten Wasserwege in einem Portfolio zusammen. Die Reise geht rund um den Globus: Mississippi, ukrainischer Dnepr,der thailändische Chao Phraya, der Nil natürlich etc. Von Rhein, Mosel, Elbe ist nichts zu lesen. Loire und Seine fehlen ebenfalls.

 

 

Berlin als Top-Tipp für kostenfreie Reiseattraktionen

Der Houston Chronicle veröffentlicht eine Liste von Städten weltweit mit dem besten Angebot kostenfreier Attraktionen. Ganz oben: Berlin, vor Buenos Aires und Chicago. Die nächsten Europa-Metropolen sind Istanbul (5) , London (6) und Rom (8).